Judo Club Samurai Ennigerloh e.V.


Informationen zu Judo


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Was ist Judo?

Japanischer Schriftzug für Judo

Judo bedeutet wörtlich übersetzt, sanfter Weg und ist eine japanische Kampfsportart. Die Funktionsweise von Judo basiert auf der Lehre des „Siegen durch Nachgeben“ sowie „maximale Wirkung bei einem Minimum an Aufwand“. Die rechte Grafik zeigt das japanische Schriftzeichen für Judo.

Die bis dahin vorherrschenden Kampftechniken Jiu-Jitsu wurden durch den Begründer des Judos, Jigoro Kano Anfang des 20. Jahrhunderts angepasst. Techniken, die auf Tritte, Schläge oder Waffen aufbauten, wurden entfernt um aus den ursprünglichen Selbstverteidigungs- Kampfkünsten, eine ganzheitliche Lehre für Körper und Geist zu machen.

Judo baut also hauptsächlich auf Wurf- (jap. Nage Waza), Fall- (jap. Ukemi Waza) und Bodentechniken (jap. Katame Waza) auf.

Die körperlichen Voraussetzungen für die Ausübung von Judo sind sehr gering und auch das Alter ist irrelevant. Mit dem Training kann man in jedem Alter beginnen. Was Kondition und Geschicklichkeit angeht, werden diese Fähigkeiten während des Unterrichts erworben. Das Training hat neben dem spielerischen, auch einen wettkampfmäßigen Charakter, so dass der Spaß an den Bewegungen nicht verloren gehen soll.

Für Kinder bietet Judo einen erzieherischen Aspekt, denn neben der körperlichen Betätigung, werden Charaktereigenschaften wie Selbstdisziplin und Sicherheit, Mut und Kontaktfreudigkeit sowie der friedliche Umgang mit seinen Trainingspartnern verstärkt und ausgebaut. Alle Trainer achten bei der Unterrichtung streng darauf, dass es immer höflich und mit Disziplin gegenüber seinem Trainingspartner abläuft.

Judo wurde, wie weiter oben schon beschrieben, von Jigoro Kano (linkes Bild) ins Leben gerufen. Er wurde am 28. Oktober 1860 in dem japanischen Stadt Mikage geboren und verstarb am 4. Mai 1938. Kano war weder sehr groß, noch war er von kräftiger Statur. Trotzdem wollte er seinen Altersgenossen in Nichts nachstehen und wollte die körperlichen Nachteile durch das Lernen von Ju Jutsu ausgleichen. Mit 22 Jahren konnte ihm sein damaliger Meister nichts mehr lehren und er eröffnete sein erstes eigenes Dojo (Übungshalle). Dort entwickelte er die Judo Techniken.

 

 

 

 

Judo Techniken

Beim Judo unterteilt man grob in vier verschiedene Grundtechniken:

  1. Nage Waza -> Wurftechniken
  2. Katame / Ne Waza -> Bodentechnik
  3. Ukemi Waza -> Falltechnik
  4. Atemi Waza -> Schlagtechnik (Nur beim Kata)

In der heutigen Zeit liegt der Schwerpunkt beim Judo allerdings in der körperlichen Ertüchtigung. Es wird nicht als Selbstverteidigung angesehen. Jigoro Kano war der Meinung, dass Judo durch die Angriffs- und Verteidigungsübungen den Körper und Geist stärken solle.

 

Judo Ausbildung

Der Judoka trägt eine knöchellange, weiße Hose (Zubon) und darüber eine halblange weiße Jacke (Uwagi) aus stabiler Baumwolle. Die Jacke wird mit einem farbigen Gürtel (Obi) zusammengehalten.

Anhand der verschiedenen Gürtelfarben ist es möglich, den jeweiligen Ausbildungsstand des Judokas zu erkennen. Es wird zwischen Schüler- und Meistergraden unterschieden. Die Schülergrade gehen bis zum braunen Gürtel. Danach folgen die Meistergrade, die mit dem schwarzen Gürtel beginnen.

Jeder neue Judoka beginnt mit einem weißen Gürtel und kann durch das Ablegen von Prüfungen in die nächst höhere Rangfolge aufsteigen. Dazu muss jeder Prüfling verschiedene Techniken aus den oben genannten Techniken demonstrieren. Je höher er in der Hierachie aufsteigt, desto schwieriger werden die Übungen.

Für alle deutschen Vereine die dem DJB (Deutschen Judo Bund) angeschlossen sind, gilt seit 2005 eine einheitliche Kyu- Prüfungsordnung. Bei dieser Ordnung, muss nach dem 3. Kyu (grüner Gürtel) eine Kata (genau festgelegte Abfolge von Bewegungsabläufen) vorgeführt werden.

 

Gürtel

Schülergürtel
Der Rang eines Judoka ist durch die Farbe seines Gürtels ersichtlich. Er ist verpflichtet genau die Farbe zu tragen, deren Prüfung er zuletzt bestanden hat. Die Farben der Schülergürtel teilen sich wie folgt auf:

Farbtabelle Schülergürtel:

Grad 9. Kyu
8. Kyu 7. Kyu 6. Kyu 5. Kyu 4. Kyu 3. Kyu 2. Kyu 1. Kyu
Name Kukyu Hachikyu Nanakyu Rokkyu Gokyu Yonkyu Sankyu Nikyu Ikkyu
Farbe weiß weiß-gelb gelb gelb- orange orange orange- grün grün blau braun
Mindestalter / 7 8 9 10 11 12 13 14

Die hier gezeigten Farben der Schülergürtel entsprechen den Statuten des DJB. Das DDK (Deutsches Dan-Kollegium e.V.) hat keine zweifarbigen Gürtel.

 

Meistergürtel
Neben den Schülergürteln, gibt es im Judo noch Farben für die verschiedenen Meistergrade.

Gürtelfarben Meistergrade:

Grad 1. Dan
2. Dan 3. Dan 4. Dan 5. Dan 6. Dan 7. Dan 8. Dan 9. Dan 10. Dan
Name Sho- dan Ni- dan San- dan Yon- dan Go- dan Roku- dan Nana- dan Hachi- dan Ku- dan Ju- dan
Farbe schwarz schwarz schwarz schwarz schwarz rot- weiß rot- weiß blarot- weißu rot rot

Damit eine Unterscheidung zwischen dem 2. und 5. Dan stattfindet, werden teilweise farbige Streifen, zahlenmäßig entsprechend dem Dan Grad, am Gürtelende aufgenäht.